Sam Johnson, der Gründer der Freiwilligen Studenten-Armee, die nach den Erdbeben vom Februar 2011 in Christchurch massgeblich bei den Aufräumarbeiten mithalfen, ist während einer feierlichen Zeremonie zum Young New Zealander of the Year erklärt worden.
Mithilfe von Facebook dirigierte Sam wochenlang 26.000 Freiwillige, die sogenannte Student Volunteer Army (SVA), die zu Hunderten in Gummistiefeln und mit Schaufeln an den jeweiligen Baustellen und Krisengebieten wie aus dem Nichts aufzutauchen schienen.
“Ihr seid alle meine Helden”, erklärte Sam in seiner Dankesrede. Er betonte, dass die Student Volunteer Army deutlich gemacht habe, dass Studierende keine betrunkenen Hooligans sind, und die “Number-8-Wire” (NZ-Synonym for “Do It Yourself”)-Tradition der Kiwis weiterführen. “Nur tun wir es eben mit Computercodes und Facebook!”
Auch 18 Monate nach dem ersten Erdbeben ist die Student Volunteer Army (SVA) mit einer helfenden Hand stets zur Stelle, sei es für Krisen, die mit den Nachbeben zu tun haben oder andere Community Projekte.
Sams Fähigkeit, die Masse der Studenten zu motivieren und ein riesiges Team erfolgreich zu führen hat weltweit Bewunderung gefunden und das Bild des „trägen Studenten“ revolutioniert.
Sams Initiative hat deutlich gemacht, wofür soziale Netzwerke gut sein können. In ähnlicher Weise entstanden Facebook-Seiten, auf denen von privat freier Wohnraum für Erdbebenopfer angeboten wurde.
Sams Organisationstalent und Konzept wurde von japanischen Studenten übernommen, die mit Sams Hilfe eine ähnliche Hilfsorganisation nach der Erbebenkatastrophe in Fukushima gegründet haben.

Sam unten links und rechtes Foto Mitte